EKE

Die räumliche Situation im Kontext des Baugrundstücks, ist sehr inhomogen. Nördlich des Grundstücks prägen Stilblüten der Peripherie das Bild, im Westen und im Osten befinden sich stark befahrene Straßen und im Süden schaut man auf die Rampe des Parkdecks vom Thüringen Park. Einzig die Situation am Europaplatz hat Kraft, so scheint es, die nötige Qualität der Freiräume für ein Wohnquartier zu bieten. Die in mehreren Reihen gepflanzten Bäume, rund um das Wasserbecken konstituieren ein Zentrum, wie man es sich in vielen heutigen Siedlungen nur wünschen kann. Die geschlossenen Bebauungen an den Flanken des Platzes werden auf dem Wettbewerbsgebiet um zwei fünfgeschossige Blöcke in Form von Cs fortgeführt. Das Innere dieser Blöcke bilden parkähnliche, grüne Gartenhöfe, die auf Grund ihrer Größe genügend Licht bieten. Ähnlich den großen Wohnblöcken Kay O. Fiskers in Kopenhagen, gebaut Anfang des vergangenen Jahrhunderts, formulieren die Wohnhäuser die Grenze von privatem, gemeinschaftlich genutzten Grün zum städtischen Raum. Den Kopf des Europaplatzes bildet eine siebengeschossige Zeile, mit den Gemeinschaftsräumen im Erdgeschoss. Durch das tektonische Spiel, dass durch die auf ganzer Breite verlaufenden Loggien inszeniert wird, bildet dieser Hochpunkt einen angemessenen Abschluss für die zukünftige Bebauung. 

Info

Wettbewerb: NWA

2. Preis