HIJ

Das Baugrundstück für die Erweiterung des Helmholtz Institutes liegt in starker Hanglage am nördlichen Rand des Wissenschaftsquartieres. Die Topographie des Grundstückes ist stark abfallend, maßgeblich geprägt durch eine Terrasse und eine hohe Hangkante direkt an der Straße. Mit seiner städtischen Adresse an der Fraunhoferstraße, zwischen Otto-Schott-Institut für Materialforschung und dem Institutsgebäude Fröbelstieg 3 liegt es durch die hangaufwärts folgende Villenbebauung an der Grenze zwischen eben dieser und dem großmaßstäblicheren Wissenschaftsquartier. Die baulich-räumlich diffuse Situation, mit dem vom der Fraunhoferstraße abgewandten Institutsgebäude im Osten und den zahlreichen Zweckbauten zur Unterbringung technischer Geräte sollte durch einen reduzierten, klaren Körper ergänzt werden. Das dabei die vom Auslober bereits angedachte Maßstäblichkeit natürlich eine entscheidende Rolle spielt, liegt auf der Hand. Der Wunsch nach einer Vermittlung zwischen der Villenbebauung im Norden und den mächtigen wissenschaftlichen Gebäuden im Süden birgt jedoch auch die Gefahr der „Verschleierung“, z.B. durch anheimelnde Fassadengestaltungen. Die Topographie macht es dem Entwurf einfach und unterstützt die maßstäbliche Vermittlung zwischen den unterschiedlichen Volumina. Im Norden, also zur Villenbebauung hin, zeigt sich ein zweigeschossiger Baukörper, nach Süden und zur Stadt eine fast turmartige, repräsentative Kubatur. Die besondere Nutzung, die eben keine Wohnnutzung und auch nur zu einem verhältnismäßig geringen Teil administrativ ist, wird durch die Reduzierung vorhandener Maßstäblichkeiten sichtbar. Sie wirkt nicht nur im Sinne des eingangs beschriebenen Wunsches nach Klarheit und Unaufgeregtheit, sondern verdeutlicht – insbesondere in Hinblick auf die zweigeschossige Nordfassade – die andersartige Nutzung des Hauses.

Info

Architektur: NWA

Freianlagen: r + b landschaft s architektur